Wir haben ihnen nichts beizubringen

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Eine wirtschaftliche Katastrophe, die unsere Lebensweise zwangsläufig verändern wird, trifft den reichen Westen. Es war höchste Zeit, denn wir haben diesen Überfluss ohnehin schon satt.

Nicht die Religion, sondern das Geld ist das stärkste Opium des Volkes. Der teuflische Mechanismus materiellen Wohlstandes musste ein Ende nehmen, damit die Menschen verstehen, in was für einem wahnsinnigen System von Zwängen sie stecken. Doch es lauern auch große Gefahren.

Die Angst abzustürzen kann die niedrigsten Instinkte der Menschen nähren. Der Polizeistaat, der sich formiert, ist nicht einfach eine Teufelswerk, das von außen gegen das Volk gerichtet ist; er schleicht sich auch in die Gehirne der „Staatsbürger“ ein, die inzwischen in Konsumsubjekte verwandelt wurden, sich in ihre trostlose Einsamkeit zurückzuziehen und lautstark nach „Sicherheit“ schreien. Um nicht selbst an das unterste Ende der Pyramide abzurutschen, akzeptieren sie einen neuen äußeren Feind: den islamischen Widerstand.

Dieser düstere Chauvinismus ist dabei, den Mythos von Freiheit und Toleranz zu zerstören, die der Westen als seine Überlegenheit ausgibt. Deshalb ist der Widerstand, der bislang von den Völkern ausging, die von den imperialistischen Kriegen heimgesucht wurden, nicht mehr nur ihre Sache. Jetzt, da die „Erste Welt“ in Brüche geht, müssen wir von jenen lernen, die stets dazu verurteilt waren, der Not mit allen Mitteln zu begegnen und die Fackel ihrer Würde hochhielten.

Wir haben Sumud also nicht gegründet, um vor dem Westen davonzulaufen, sondern um besser für eine Zukunft der Brüderlichkeit und der Solidarität zu kämpfen. Wir wollen nicht unser Gewissen betäuben, indem wir uns an den üblichen Ritualen beteiligen. Wir wollen die Politik positiver Tatsachen und inspirierender Beispiele erleben. Wir wollen uns ändern, denn es ist unmöglich, die Welt zu verändern, ohne die Menschen zu ändern, die in ihr leben.

Nicht als „Missionare“ antworten wir auf die Hilferufe aus Gaza und reisen zu den palästinensischen Flüchtlingslagern. Wir wollen die Menschen dort nicht belehren, noch beabsichtigen wir, sie von den heuchlerischen Werten zu überzeugen, in deren Namen der Westen, Israel und ihre Marionetten sie umbringen und in Ghettos sperren. Nein – wir gehen dorthin, weil sie uns gebeten haben, ihnen zu helfen, Widerstand zu leisten und um einen Teil der Wut, der Hoffnung auf Befreiung und der Menschlichkeit, die im Widerstand überleben, in den Westen zurückzubringen.

Für uns bedeutet antiimperialistische Freiwilligenarbeit, uns in die Hölle zu begeben, in die es die Verdammten dieser Erde verschlagen hat, um ihren Durst nach Gerechtigkeit zu teilen und um mit ihnen zusammen die Luft der Freiheit zu atmen, die sie überleben ließ. Sumud bedeutet, zur internationalen Gemeinschaft der Letzten zu gehören, weil die gesamte Menschheit erst dann frei sein wird, wenn sie ihre Ketten zerbrochen haben werden.

Kontakt: info@sumud.de oder info@sumud.at

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